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Vom Grundeinkommen zum Bildungssystem

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RMP. Das wissenschaftliche Tool zur Persönlichkeitsentwicklung

Nachdem ich schon seit 2009 mit jugendlichen Persönlichkeiten arbeite, hatte ich mir jetzt die Zeit genommen, mich als RMP Master zertifizieren zu lassen.

Ich startete an einem Montag in Hamburg mit einer reinen Frauenpower Gruppe. Mein Kopf war voll, mein Körper müde, meine ersten Gedanken im Stuhlkreis waren: „Oh Gott, wie soll ich denn die nächsten 8 Stunden überstehen und irgendetwas in meinen Kopf bekommen. Dann noch all diese Frauen – ob das was wird?“
Gefühlt setzte ich erstmal meine Sonnenbrille wieder auf die Nase und lauschte den ersten Worten von Markus Brand, unserem Ausbilder vom Institut für Persönlichkeit.

Meine Frage, warum ich das gleich nochmal machen wollte, wurde mir relativ schnell mit dem Zwiebelbild beantwortet und ich war wieder wach. Ich wollte an den Kern des Menschen und die Frage: Warum ticke ich wirklich so?

Auf der Erkenntnis, dass die 16 Lebensmotive den absoluten Kern unserer Persönlichkeit darstellt und diese sich auch im Laufe unseres Lebens nicht wirklich verändern, kaute ich die nächsten Tage etwas herum.
Die Frage, die ich mir da als Mutter stellte: „Kann ich denn im Kern meiner Kinder gar nichts mehr beeinflussen?“ Die Antwort ist: Nicht wirklich. Aber ich kann sie unterstützen, ihr Verhalten dementsprechend zu stärken und zu fördern. Oder sie mit bestimmten Werten sozialisieren. Ob sich mein Kind allerdings eher als Einzelgänger wohlfühlen wird, oder in Menschenmengen, das werde ich nicht verändern können. Bäng!

Hat meine Tochter einen hohen Bedarf an Anerkennung?

Die Ausbildung ging morgens immer früh los. Das hieß, ich musste die Kinder zeitig in den Kindergarten bringen. Stress für alle Beteiligten. Alle mussten an einem Strang ziehen und meine Tochter wollte mal wieder erst das passende Oberteil zu ihrem Rock finden und es dauuuuuerte. Ob sie wohl eine hohe Ausprägung im Motiv Anerkennung hatte? Vielleicht. Ich dachte darüber nach und entspannte mich – denn natürlich war das mit meinem hohen Ordnungsmotiv (hohe Motivation z.B. pünktlich zu sein) nicht sehr gut kompatibel.
Ich atmete tief durch, es war wohl einfach so. Nicht eine Phase, sondern ein Lebensmotiv.

Wir lernten in den Tagen viel über implizite und explizite Ziele, über die einzelnen Lebensmotive und ihrer Biopolarität, den Fragen, die sich Steven Reiss zu den Bedürfnissen, Zielen und Motiven von Menschen stellte und sie in ein wissenschaftliches Modell packte und so vieles mehr. Meine anfängliche Müdigkeit war wie weggeflogen und in mein Gehirn ging noch jede Menge rein. Ja genau. Meine intrinsische Motivation Neugier ist sehr hoch.

Es war sehr viel inhaltlicher und emotionaler Stoff, den Markus immer wieder bildlich untermauerte. Auch mit seinem eigenen Profil. Was mich erstmal erstaunte. Er war sehr ehrlich im Umgang mit seinen Persönlichkeitsmotiven. Diese waren ziemlich anders als meine und er war mir anfangs nicht gerade sympathisch dadurch, manches Lebensmotiv ging für mich ÜBERHAUPT nicht. 🙂 Ich empfand das wirklich erstmal so. Das spannende war allerdings – und das erlebte ich nicht nur mit diesem Motiv und dieser Konstellation – ich wurde im Gefühl sanfter, toleranter und sensibler für andere Menschen.

Alle 16 Motive wurden in den Tagen besprochen und analysiert. Jedes war individuell. Und keines war besser oder schlechter. Es war wie es war und hinter jedem Bild war das Bild hinter dem Bild.

Power, Idealismus und Familie sind meine stärksten Treiber. Kein Wunder also, dass mein Lebensmotto KEEP ON MOVING ist, dass ich in der Bildung gelandet bin und einen Verein gegründet habe und mein Wunsch meine Kinder weitestgehend selbst zu erziehen und nicht den ganzen Tag in Fremdbetreuung abzugeben, sich ab und an in meiner Zerrissenheit wiederspiegelt.

Erfolg, Karriere oder Familie – immer wieder stehen wir in unserem Leben vor der Entscheidung. An diesen Scheidepunkten ist es gut zu wissen, was einen wirklich motiviert und antreibt. Der Persönlichkeitstest RMP kann helfen, Entscheidungen gemäß der grundlegenden Bedürfnisse zu treffen, Beziehungen danach zu leben und sich selbst wie auch andere Menschen besser zu verstehen.

Reiss Motivation Profile

Was soll ich sagen? Ich bin jetzt als Reiss Profil Master zertifiziert, es hat irre Spaß gemacht. Mir liegt die Arbeit mit Menschen. Auch das kam wieder ganz klar zum Vorschein und somit kann ich jetzt Einzelpersonen, Führungskräften und Teams im Coaching und Training auch dieses Modell anbieten.

Fragen? Anmerkungen? Wünsche oder Anfragen? Meldet Euch gerne bei mir!

Mehr unter: Projekte und Weiterbildung

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